Oberarzt des Medizinischen Zentrums versorgt neurologische Patienten im Bethlehem-Krankenhaus. Qualität entspricht der einer Spezialabteilung.
Eine Kooperation zwischen dem Bethlehem-Krankenhaus und dem Medizinischen Zentrum (MZ) macht es möglich: Patienten mit neurologischen Auffälligkeiten können jetzt auch in Stolberg mit den Möglichkeiten einer neurologischen Spezialabteilung versorgt werden. Unter dem Dach der Inneren Abteilung des Bethlehem-Krankenhauses liegt die Diagnostik und Behandlung in der Hand von Dr. med. Ralf Kaminski, leitender Oberarzt der Klinik für Neurologie in Bardenberg. Seit kurzem betreut der Facharzt, weiterhin unter der Leitung seines Würselener Chefarztes Prof. Dr. med. Christoph Kosinski, die Stolberger Patienten vor Ort.
„Die Versorgungsqualität ist eine andere, ob ein Neurologe allein auf sich gestellt ist oder im Rahmen einer Kooperation eine ganze Abteilung im Rücken hat“, sieht Dr. Kaminski deutlich die Vorteile. „Fallbesprechungen mit meinen Kollegen in Bardenberg sind direkt über Datenaustausch möglich. Auch konnte ich von Beginn an auf speziell neurologisch geschultes Personal zurückgreifen.“
Mit medizinischen Gerätschaften zur intensiven Untersuchung der neurologischen Patienten ist das Bethlehem-Krankenhaus vollständig ausgestattet. Ein stationärer neurologischer Kernbereich wurde auf der Station A5 in Betrieb genommen. In diesem Kernbereich werden alle Patienten mit im Vordergrund stehender, neurologischer Erkrankung behandelt. Das zuständige Personal wird unterstützt durch die Würselener Kollegen und bildet sich weiterhin speziell fort. Ein neurologisches Behandlungsteam, nach Würselener Vorbild, besteht seit Beginn der Kooperation und trifft sich einmal wöchentlich zum fachlichen Austausch. Neben Dr. Kaminski, den internistischen Stationsärzten sowie den medizinischen Assistenten und den Pflegekräften besteht das Team aus der zuständigen Sprachtherapeutin, dem Physiotherapeuten und der Ergotherapeutin wie auch dem Krankenhaus-Sozialdienst zur Sicherung der weiterführenden Behandlung.
Privatdozent Dr. med. Christoph Dietrich, Chefarzt der Inneren Abteilung des Stolberger Krankenhauses, zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der Zusammenarbeit: „Wird ein Patient eingeliefert und weist ein Krankheitsbild auf, bei dem das Nervensystem betroffen oder mit betroffen ist, ist die direkte Präsenz des Fachneurologen im Haus sehr vorteilhaft. Die Weichen für eine entsprechende Behandlung können somit sofort gestellt werden, was die Versorgung erheblich verbessert.“