Knorpeltransplantation veränderte das Leben von dem damals ersten Transplantationspatienten.
Heinz-Josef Pega aus Jüchen, 54 Jahre alt, war vor 13 Jahren der erste Patient des
Bethlehem-Krankenhauses, an dem eine
Knorpeltransplantation im Knie durchgeführt wurde. Die Transplantation damals verlief so zufrieden stellend, dass sich Heinz-Josef Pega jetzt dafür entschied, auch das rechte Knie auf diese Weise operieren zu lassen.
An die schlimme Zeit vor 13 Jahren erinnert er sich noch ganz genau. Nach einem schweren Sportunfall suchte er mehrere Krankenhäuser in der Region auf, um sich das lädierte Knie operieren zulassen – doch die Diagnose lautete immer gleich: „Das Knie, bei dem ich mir außerdem durch den Sportunfall alle Bänder gerissen hatte, sollte versteift werden; dazu gäbe es keine Alternative“, so der begeisterte Fußballer. An zukünftigen Sport war gar nicht mehr zu denken.
„Durch einen Zufall habe ich im Fernsehen einen Bericht über die damals neue Operationsmethode im Bethlehem-Krankenhaus gesehen – die Möglichkeit der Knorpeltransplantation“, erzählt Heinz-Josef Pega, „für mich gab es in dieser Situation gar keine Alternative, so dass ich voller Hoffnung und im guten Glauben an den Erfolg einer der ersten Knorpel-Transplantations-Patienten in Deutschland wurde“.
Und er erinnert sich weiter: „Ein kleines Knorpelstück aus meinem Knie wurde nach Bosten in die USA geschickt und dort angezüchtet. Die anschließende OP durch Herrn Prof. Dr. Bläsius in der
Klinik für Orthopädie mit dem neuen Knorpelmaterial hat so gut funktioniert, dass ich mich im normalen Alltag nicht nur wieder gut bewegen, sondern sogar Sportarten wie Radfahren und Schwimmen ausüben kann“.
Jetzt hat sich Heinz-Josef Pega dazu entschieden, auch das rechte lädierte Knie in Stolberg operieren zu lassen. Das entnommene Knorpelstückchen wird heute nicht mehr in den USA angezüchtet, sondern in Freiburg. Gerade wurde er aus dem Krankenhaus entlassen und von seiner Ehefrau Annette freudestrahlend in Empfang genommen (Foto). Drei Monate lang werde er das operierte Knie in einer „Knietec-Maschine“ sechs Stunden lang täglich in Bewegung halten. Anschließend könne das Knie wieder leicht belastet werden, so dass nach weiteren vier Wochen „schneller und zügiger Arbeit“ die Behandlung abgeschlossen sei, erklärt der bestens informierte Patient.
Mittlerweile werden die Knorpelanzüchtung und die Transplantation von den Kostenträgern finanziell übernommen.