Chefärztin der Stolberger Frauenklinik informiert Kollegen am 27. Mai über Diagnose und Therapie von Anomalien der Harnorgane beim ungeborenen Kind.
„Anomalien der Harn- und Geschlechtsorgane gehören zu der Gruppe der häufigsten angeborenen Fehlbildungen bei der Entwicklung des Kindes im Mutterleib“, weiß Dr. Gabriele Küpper, Chefärztin der Abteilung für
Gynäkologie und
Geburtshilfe am Bethlehem-Krankenhaus. Über die dazugehörige vorgeburtliche Diagnostik und Therapie sowie die Behandlung des Kindes nach der Geburt informiert Dr. Küpper in ihrer nächsten Fortbildungsveranstaltung am Mittwoch, 27. Mai, 17-19.30 Uhr, im Rolandshaus, mit dem Titel „Fehlbildungen und Funktionsstörungen der fetalen Nieren und ableitenden Harnwege“.
Laut Fachliteratur treten bei bis zu 5 Prozent aller Lebendgeburten die so genannten urogenitalen Fehlbildungen auf. Zudem führen sie mit einer Häufigkeit von 25 bis 50 Prozent die Reihe aller angeborenen Fehlbildungen an. „Im Rahmen der pränatalen Diagnostik der angeborenen Fehlbildung der ableitenden Harnwege lässt sich eine ungeheure Vielzahl an Therapiemöglichkeiten darstellen. Dadurch wird bereits das ungeborene Kind zum Patienten“, erklärt Dr. Küpper. Die Prognose für den Fetus reiche dabei von keinerlei Einschränkung im späteren Leben bis hin zu nicht lebensfähig, verdeutlicht die Fachärztin die Bandbreite der verschiedenen Diagnosen.
Bei der Veranstaltung werden Prof. Dr. med. Hendrik Jörn, Spezialist für Pränataldiagnostik, Prof. Dr. med. Doris Rohrmann, stellvertretende Direktorin der Urologie des Universitätsklinikums Aachen, sowie Dr. med. Claudia Stollbrink-Peschgens, Oberärztin der Kinderklinik des Universitätsklinikums Aachen, zum Thema referieren. Im Anschluss an die Vorträge ist eine Diskussion vorgesehen. Zur Veranstaltung eingeladen sind alle Mediziner und medizinisch Interessierte. Die Teilnahme ist kostenfrei und wird mit drei Punkten von der Ärztekammer zertifiziert. Weitere Informationen sind unter Tel. 02402/ 107-4371 oder
www.bethlehem.de zu erhalten.